Baby Entwicklung Dritter Monat

Das Baby formt erste Laute und gibt niedliche Gluckser von sich. Während die Hände in den ersten Wochen zu Fäusten geballt waren, sind sie nun meistens offen und werden aufmerksam betrachtet und zueinander geführt. Manchmal macht das Baby auch schon erste Greifversuche, die aber nur selten erfolgreich sind. Ende des dritten Monats kann das Baby sich in Bauchlage bereits auf seine Arme stützen und hat dadurch natürlich eine bessere Rundumsicht. Durch diese Haltung werden die Muskeln trainiert, allerdings ist der Kopf noch sehr schwer und kann nicht lange oben gehalten werden. Da manche Babys sich jetzt schon unvermittelt drehen können, ist es äußerst wichtig, sie nicht allein auf dem Wickeltisch zu lassen. Ein Sturz hätte schlimme Folgen.

Was jetzt Spaß macht


Da das Baby den Kopf schon etwas besser halten kann, kann es schon öfter in der Wohnung umhergetragen werden. Dabei können Dinge ruhig schon benannt werden, auch wenn es die Worte noch nicht versteht. Überhaupt ist es wichtig, viel mit dem Baby zu sprechen. Worüber, ist am Anfang noch egal. Während der Wachphasen kann das Kleine auch mal auf die Krabbeldecke gelegt werden. Dort kann es sich besser bewegen und mit Dingen, die über seinem Kopf aufgehangen werden, wird es nicht so schnell langweilig. Das kann ein Luftballon sein, auf den ein lustiges Gesicht aufgemalt wurde, aber genauso eines der so genannten Spieltrapeze für Babys, an denen verschiedene Gegenstände hängen, die durch die Bewegungen des Babys zufällig in Bewegung gesetzt werden und so die Aufmerksamkeit fesseln. Am liebsten spielt das Kleine aber immer noch mit Mama oder Papa. Erste Fingerspiele sorgen jetzt schon für Unterhaltung.

Babypflege


Viele Babys haben unheimlich viel Ohrenschmalz. Das ist eine natürliche Schutzfunktion des Ohrs. Das sieht nur nicht so schön aus, weshalb das Ohr am besten täglich gereinigt werden sollte. Dabei genügt es, die äußere Ohrmuschel mit einem feuchten Tuch zu säubern. Wattestäbchen oder dergleichen haben in Babys Ohren nichts zu suchen. Viele Babys haben auch so genannten Kopfgneis, ein schuppiger Belag, der gelblich bis bräunlich sein kann und unangenehm riecht, sollte er vermehrt auftreten. Hebammen empfehlen, den Kopf über Nacht mit Öl einzureiben und am darauffolgenden Tag die Schuppen mit einer Babybürste oder durch Waschen zu entfernen. Sehr effektiv ist auch das – sanfte! – Kreisen an den befallenen Stellen mit einer nicht zu harten Nagelbürste. Dabei darf jedoch kein Druck ausgeübt werden. Die Haut rötet sich aufgrund der gesteigerten Durchblutung recht schnell. Deshalb braucht diese Methode mehrere Anläufe in einem Abstand von jeweils zwei bis drei Tagen, aber dann sind die Schuppen auch verschwunden.

Babyernährung


Jetzt kann schon die so genannte Zwiemilch-Ernährung ein Thema werden, beispielsweise wenn die Mutter wieder arbeiten gehen möchte oder nicht mehr genug Milch hat. Dann kann das Baby zum einen mit Muttermilch, zum anderen aber ebenfalls mit Flaschennahrung ernährt werden. Dabei empfiehlt sich, morgens, abends und nachts das Stillen auf jeden Fall beizubehalten, denn dies hat ja genauso einen Kuschelfaktor. Zu den anderen Mahlzeiten kann das Baby entweder abgepumpte Muttermilch und/oder Flaschennahrung erhalten. Entgegen vieler Meinungen kommt es nicht zwangsläufig zu einer Saugirritation, weil das Baby sowohl mit der Brustwarze als auch mit dem Sauger der Flasche umgehen muss. Solange es sich einrichten lässt, sollte das Baby weiterhin Muttermilch erhalten, weil es hierüber wichtige Abwehrstoffe erhält.

Was jetzt wichtig ist


Zwischen dem dritten und vierten Monat steht die nächste Vorsorgeuntersuchung, die U 4 an. Hierfür kann schon einmal ein Termin beim Kinderarzt vereinbart werden. Im Rahmen der U 4 bekommt das Baby in der Regel auch seine ersten Impfungen. Dabei erhält es normalerweise zwei Spritzen. Eine enthält einen Sechsfachimpfstoff gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, HIB, Kinderlähmung und Hepatitis B sowie eine Einzelimpfung gegen Pneumokokken. Das Baby kann daraufhin weinerlich sein und eine erhöhte Temperatur haben, die meisten Babys vertragen die Impfungen aber ohne Probleme. Mittlerweile ist ebenso eine Impfung gegen Rotaviren möglich, die allerdings noch nicht von jeder Krankenkasse bezahlt wird. Die Erstimpfung sollte in der zehnten Woche erfolgen. Nach zwei weiteren Impfungen hält die Immunität ca. zwei Jahre an.


© Baby-Guru
erstellt am: 1.11.2011


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Beitrag "Baby Entwicklung Dritter Monat" erstellt und bearbeitet von Jörg

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