Baby Entwicklung Elfter Monat

Das Baby sitzt jetzt schon so sicher, dass es für kurze Strecken und gut angeschnallt auch schon einmal im Fahrradsitz mitfahren kann. Manche Babys, die schon stehen können, machen jetzt ihre ersten zaghaften Schritte an Möbeln entlang oder sicher an Mamas Hand. Besser ist es jedoch, das Baby allein probieren zu lassen, als es an der Hand zu halten. Nur wenn es selber läuft, kann es sein Gewicht ausbalancieren und bekommt ein Gefühl für die richtige Schrittfolge. Stürze sind da am Anfang vorprogrammiert. Dann wird schnell getröstet und weiter geht es. Weil nicht immer alles so klappt, wie die Kleinen sich das vorstellen oder auch an Grenzen stoßen, die die Erwachsenen ihnen auferlegen, kann es durchaus schon zu ersten Wutanfällen kommen. Es gibt Kinder, die sich regelrecht wegschreien und für ein paar Sekunden bewusstlos sind. Machen die Eltern viel Aufhebens darum, passiert das immer wieder. Deshalb: Cool bleiben, auch wenn es schwer fällt.

Was jetzt Spaß macht


Die Kleinen finden immer mehr Gefallen an Bilderbüchern, die sie sich über eine längere Zeit angucken können. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Bilderbücher große und klar erkennbare Bilder haben. Dadurch, dass jemand immer wieder auf die Bilder zeigt und die Dinge benennt, lernt es täglich etwas Neues dazu. Wimmelbilderbücher oder Bücher mit viel Text sind noch nichts für Babys, darunter leidet die Aufmerksamkeit, weil sie damit überfordert sind. Das Baby guckt sich auch gern Fotos an, auf denen Personen zu sehen sind, die es kennt. Höchste Zeit, das Familienalbum mal wieder aus dem Schrank zu holen und gemeinsam anzuschauen. Beim Spiel mag das Baby es, Sachen entweder selbst zu verstecken und dann zu suchen oder wenn die Mama den Ball hinter dem Sessel, unter dem Sofa oder im Schrank versteckt. Wenn das Baby den Ball wiederfindet, ist die Freude groß. Sehr beliebt sind jetzt genauso Spielzeuge, die sich hinterher ziehen oder schieben lassen, denn sie animieren zum Krabbeln und Laufen.

Babypflege


Weiterhin wichtig ist die Hygiene der Hände. Weil das Baby sich so oft am Boden aufhält, ist es zwar wichtig, öfter sauber zu machen, jedoch kann nicht täglich Großputz veranstaltet werden. Glücklicherweise nimmt das Kleine jetzt nicht mehr alles in den Mund, aber dennoch müssen die Hände öfter gewaschen werden, weil es zum Essen schon vieles in die Hand nimmt, zum Beispiel Obstschnitze oder Kekse. Übertreiben muss es mit der Hygiene aber auch keiner. Es ist sicherlich bekannt, dass ein keimfreier Haushalt nicht das Gesündeste auf der Welt für Babys ist. Der Körper findet keine Bakterien, mit dem er sich auseinandersetzen muss und entwickelt deshalb eher Allergien. Also, immer alles schön in Maßen, ebenso die Hygiene.

Babyernährung


Die Breimahlzeiten können jetzt schon überwiegend durch festere Kost ersetzt werden. Das bedeutet, zum Frühstück ein Müsli oder Butterbrot, dazu Milch und/oder Tee. Mittags kann das Kind weiterhin Gemüse, Kartoffeln und Fleisch bekommen, allerdings nicht mehr fein püriert, sondern nur noch grob zerdrückt. Obst bekommt es am besten in Form von Apfelschnitzen und Bananenscheiben, also auch nicht mehr als Mus. Obst und Brötchen sind am Nachmittag ideale Magenfüller. Am Abend darf es dann genauso ein Butterbrot mit Käse oder Wurst sein, dazu auch wieder Milch. Wichtig ist, dem Baby tagsüber immer genug zu trinken anzubieten. Neben Wasser und Tee sind gleichfalls mal Fruchtschorlen erlaubt. Am frühen Morgen und am Abend vor dem Schlafengehen, kann das Baby weiterhin Milch erhalten. Falls die Mutter noch stillt, natürlich als Muttermilch oder in der Flasche. Viele Mütter und Babys genießen diese Kuschelmomente beim morgendlichen und abendlichen Stillen sehr. Deshalb muss keine Mutter abstillen, wenn sie es nicht möchte. Im Idealfall stillt das Kind sich selbst ab, dann gibt es am wenigsten Probleme.

Was jetzt wichtig ist


Das Baby kann überall schon gut sitzen. Fahrradtouren sollten aber noch nicht zu lang ausfallen, weil die aufrechte Haltung mitunter noch sehr anstrengend für die Wirbelsäule sein kann. Sowohl im Fahrradsitz als auch im Hochstuhl oder Kinderwagen müssen muntere Babys gut festgeschnallt werden, damit sie nicht unversehens aus ihrem Sitz fallen. Das kann nämlich schnell passieren, wenn sie sich vornüber oder zur Seite beugen, um etwas besser zu sehen oder das heruntergefallene Spielzeug zu erreichen. Hier ist Vorsicht besser als Nachsicht. Ein Sturz aus dem Hochstuhl beispielsweise ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Irgendwann in diesem Zeitraum sollte das Baby auch zur nächsten Vorsorgeuntersuchung, der U 6 angemeldet werden. Diese findet zwischen dem zehnten und zwölften Lebensmonat statt.


© Baby-Guru
erstellt am: 10.11.2011


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Beitrag "Baby Entwicklung Elfter Monat" erstellt und bearbeitet von Jörg

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