Emotionen

Die Gefühle vom positiven Test bis zum Wochenbett


Mit den Emotionen in der Schwangerschaft ist das so eine Sache. Von einer schwangeren Frau wird erwartet, dass sie die 40 Wochen freudestrahlend verbringt und sich nichts sehnlicher wünscht, als ihr Baby endlich in den Armen zu halten. Ganz so einfach ist es aber dann doch nicht. Nicht immer sind werdende Mütter positiv gestimmt und restlos glücklich. Und auch im Wochenbett herrscht nicht immer eitel Sonnenschein. Schuld sind meistens die Hormone, die mit den Emotionen Achterbahn fahren.

Das erste Drittel: Achterbahn der Gefühle


Sie halten den positiven Test in den Händen und sollten sich eigentlich freuen. Die meisten Schwangeren tun dies auch, war der Kinderwunsch doch schon länger vorhanden und jetzt, wo es endlich geklappt hat, ist das Glück perfekt. Wirklich? Viele Schwangere sind über ihre oft so gegensätzlichen Emotionen zutiefst verwirrt. Zum Einen ist da die Freude auf das Baby, das Familienleben wird in allen Facetten durchgespielt. Auf der anderen Seite jedoch kommen plötzlich Zweifel, ob das alles so richtig war. Haben wir uns nicht vielleicht zu viel zugemutet? Werden wird das schaffen, so ein Leben als Familie mit der Riesenbürde der Verantwortung für so ein kleines Wesen? Dann sind da natürlich noch die Schwangerschaften, die so überhaupt nicht eingeplant waren und das Leben völlig auf den Kopf stellen. Da ist es nur verständlich, dass es Phasen gibt, wo die Freude sich klammheimlich davon macht. Aber keine Angst. Diese Gefühle sind völlig normal und überkommen jede Schwangere irgendwann. Nach einer gewissen Zeit wird sich alles einpendeln.

Das zweite Drittel: Alles wird gut


Das zweite Drittel der Schwangerschaft ist für viele Frauen die glücklichste Zeit. Die Hormone befinden sich im Gleichgewicht, wodurch Übelkeit und Müdigkeit nachlassen und so auch die Zweifel schwinden, mit der Schwangerschaft und dem Baby überfordert zu sein. Die meisten Schwangeren sind nun rundum glücklich und strahlen das auch von innen her aus. Sie haben das Gefühl, Bäume ausreißen zu können und können gar nicht mehr verstehen, warum sie so mit sich gehadert haben. Anfangs noch recht zaghaft, später immer deutlicher tritt der Nestbautrieb in den Vordergrund. Sie können sich gar nicht satt sehen an den niedlichen Babystramplern, den bunten, kuscheligen Spielzeugen und dem schicken Zubehör – und den Babys der Freundinnen. Das Schönste aber: Sie müssen nicht mehr nur von Ihrem Baby träumen, sondern können mit ihm in besonderer Weise in Kontakt treten: Es beginnt immer kräftiger zu strampeln und reagiert auf die Hand, die sich auf Ihren Bauch legt. Die durchweg positiven Emotionen, die Sie nun empfinden, kommen auch dem Baby zu Gute, es wird deutlich spüren, dass es geliebt wird.

Das letzte Drittel: Freude, Angst und Unsicherheit


Im letzten Drittel der Schwangerschaft spielen die Gefühle wieder etwas verrückt. Das ist auch kein Wunder, denn gerade als Erstgebärende wissen Sie nicht, was bei der Geburt auf Sie zukommt. Das schürt Angst und Unsicherheit. Werde ich die Schmerzen aushalten? Wie wird mein Partner reagieren? Und wird auch alles gut gehen? Auf der anderen Seite sind da aber weiterhin die positiven Emotionen, die große Vorfreude auf das Baby, je näher der Geburtstermin rückt. Sobald es losgeht, sind Sie dann die Ruhe selbst und für Ihr Baby der Fels in der Brandung.

Bilderbuchfamilie nach der Geburt?


Endlich, das Baby ist da, da müssten Sie doch nur so strahlen. In den ersten Stunden nach der Geburt sind die meisten Mütter überglücklich und können sich an dem kleinen Menschen, der so lange in ihrem Bauch gewohnt hat, nicht satt sehen. In den Tagen nach der Geburt kommt es jedoch zu einem rapiden Abfall der Schwangerschaftshormone. Die Folge: Eben noch himmelhoch jauchzend, dann zu Tode betrübt. Sie wissen selbst nicht, was mit Ihnen los ist. Sie sind todtraurig und wissen eigentlich gar nicht, warum. Aus dem kleinsten Anlass brechen Sie in Tränen aus. Für Außenstehende sind diese Emotionen oft nicht nachvollziehbar, aber völlig normal. Normalerweise pendelt sich das Gefühlsleben innerhalb weniger Tage wieder ein und Sie können sich vorbehaltlos an Ihrem Baby freuen. Vielleicht gehören Sie aber auch zu den Müttern, die nach der Geburt eine postnatale Depression erleiden. Sie sollten sich nicht aus falscher Scham scheuen, sich Hilfe zu suchen. Ihre Nachsorgehebamme ist hierfür ein guter Ansprechpartner, sie wird wissen, wie Ihnen am besten aus Ihrem Tief zu helfen ist, damit Sie bald Ihr Familienleben ungestört genießen können.


© Baby-Guru
erstellt am: 01.01.2013


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Beitrag "Emotionen" erstellt und bearbeitet von Jörg

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