Gebärmutter

Die Gebärmutter: Wichtiger Muskel in der Schwangerschaft


Spätestens dann, wenn die Schwangerschaft eingetreten ist, brennen viele werdende Mamas darauf, sich intensiver mit dem wichtigsten Muskel der Schwangerschaft, der Gebärmutter zu beschäftigen. Normalerweise gerade einmal so groß wie eine Birne, wächst die Gebärmutter während der Schwangerschaft locker auf die Größe zweier Fußbälle an. Allein schon diese enorme Vermehrung eines einzigen Muskels, der die Muskelmasse während der Schwangerschaft verzehnfachen kann, ist faszinierend, doch die Gebärmutter übernimmt noch viele weitere Aufgaben. Die wichtigsten Fragen rund um die Gebärmutter, die auch als Uterus bekannt ist, sollen deshalb an dieser Stelle geklärt werden.

Größe und Sitz der Gebärmutter


Zunächst einmal ist die Frage, wo genau im menschlichen Körper die Gebärmutter sitzt. Hier ist der normale Sitz sehr tief angesiedelt und auch zu Beginn der Schwangerschaft sitzt die Gebärmutter sehr weit unten, etwa in dem Bereich, an dem das Schamhaar wächst. Ab der 12. Schwangerschaftswoche (SSW) vergrößert sich die Gebärmutter deutlich, sie wandert zunehmend weiter nach oben, was sich schnell durch Hosen bemerkbar macht, deren Knöpfe urplötzlich nicht mehr geschlossen werden können.

Etwa 70 Gramm schwer ist die Gebärmutter zu Beginn der Schwangerschaft oder dann, wenn keine Schwangerschaft vorliegt. Sie wächst aber stetig an und dehnt dabei die Haut im Bauchbereich von innen heraus sehr stark aus. Das ist auch der Grund, warum es so oft zu den Dehnungs- oder Schwangerschaftsstreifen kommt.

Einnistung des Embryos


Natürlich hat die Gebärmutter ebenfalls schon vor der Schwangerschaft eine wichtige Bedeutung, sie bereitet sich schließlich allmonatlich darauf vor, dass ein Embryo sich in sie einnistet. Dafür wird in der Gebärmutter eine Schleimhaut ausgeprägt, kommt es nicht zu einer Schwangerschaft wird sie mit der Monatsblutung ausgeschieden. Ansonsten hilft diese Schleimhaut, den Embryo zu versorgen.

Der Keim, also die befruchtete Eizelle braucht jedoch etwa vier Tage, bis er endlich am Eingang der Gebärmutter angekommen ist. Dann sucht er sich seinen Platz in selbiger und die Gebärmutterwand bildet eine Mulde für den Embryo aus. Dieser sinkt in sie hinein und wird vollständig von der Gebärmutterschleimhaut bedeckt. Erst jetzt kann das befruchtete Ei tatsächlich als Embryo bezeichnet werden. Die vollständige Einnistung ist übrigens meist erst am 24. Tag des Zyklus abgeschlossen.

Der Fundusstand: Wichtiges Kriterium


Der Fundusstand wird bei jeder Vorsorgeuntersuchung in den Mutterpass der werdenden Mamas eingetragen. Darunter ist die Verlagerung bzw. Ausdehnung der Gebärmutter gemeint. Anhand des aktuellen Sitzes, sowie der Größe der Gebärmutter können die behandelnden Ärzte, aber auch Hebammen in etwa feststellen, wie weit fortgeschritten die Schwangerschaft bereits ist.

Schutz des Embryos durch die Gebärmutter vor und während der Geburt


Die Gebärmutter ist nicht nur deshalb faszinierend, weil sie ihre Größe in der Schwangerschaft vervielfacht, sondern auch, weil sie einen natürlichen, sehr robusten Schutz des Kindes bietet. Sie funktioniert dabei ähnlich wie ein Airbag und wird durch das Fruchtwasser zusätzlich ausgepolstert. So können einfache Stürze der Mutter dem Kind fast nichts anhaben. Dennoch sollte jetzt nicht unvorsichtig vorgegangen werden, wer gestürzt ist, sollte sich an den Arzt wenden, selbst wenn keine Beschwerden oder äußerlich sichtbaren Verletzungen vorliegen. Es kann sein, dass die Gebärmutter geschädigt wurde und den Embryo nicht mehr richtig versorgen kann, auch wenn das Risiko eher gering ist.

Sogar noch in der Geburt schützt die Gebärmutter das Kind. Setzen die Wehen ein, entstehen Muskelkontraktionen. Die Gebärmutter wird hart, wenn sie sich zusammenzieht und erschlafft, wenn sie wieder auseinander driften kann. Diese Muskelkontraktionen, die freilich viel heftiger, als bei anderen Muskeln auftreten, werden dann als Wehen bezeichnet.

Wie wichtig ist die Rückbildung der Gebärmutter?


Die Gebärmutter muss sich nach der Geburt zurückbilden. Dabei ist nicht die klassische Rückbildungsgymnastik gemeint, mit der der dicke Babybauch möglichst schnell verschwinden soll. Stattdessen sind hier einfache Übungen anzuraten, wie die Bauchlage auf einem mehrfach gefalteten Handtuch, das zwischen Schambein und Nabel platziert wird. Wer dies zwei oder drei Mal am Tag für etwa eine Viertelstunde durchführt, sollte nach etwa zehn bis zwölf Tagen eine Rückbildung der Gebärmutter spüren können. Die Hebamme kann dies ebenfalls feststellen.

Nicht zu empfehlen ist diese Übung jedoch bei einem Kaiserschnitt, wenn die Bauchlage unangenehm ist. Zudem dauert die Rückbildung der Gebärmutter nach einem Kaiserschnitt grundsätzlich länger.


© Baby-Guru
erstellt am: 16.06.2012


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Beitrag "Gebärmutter" erstellt und bearbeitet von Jörg

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