Muttermilch


Muttermilch

 

Kein gesunder Start ins Leben ohne Muttermilch?


Muttermilch gilt als das Nahrungsmittel schlechthin für den Nachwuchs. Angefangen bei der Vormilch, dem so genannten Kolostrum, über die Übergangsmilch bis hin zur endgültigen Muttermilch gilt sie als gesündestes Nahrungsmittel für Neugeborene. Die Vorteile, die Muttermilch mit sich bringt, sind dabei unbestritten:

  • Muttermilch steht je nach Frau nahezu unbegrenzt zur Verfügung.

  • Muttermilch ist kostenfrei.

  • Muttermilch ist überall mit dabei.

  • Muttermilch steht immer in der richtigen Temperatur zur Verfügung.

  • Muttermilch enthält einen Mix aus Vitaminen, Nährstoffen, Mineralien, Milchzuckern und Co., der über industrielle Babynahrung nicht verabreicht werden kann.


  • Jede Frau kann und sollte stillen, so das Credo der Stillbefürworter. Bei einigen klappt es aber doch nicht. Nicht immer ist ausreichend Muttermilch vorhanden oder Mütter müssen mit blutig gesaugten Brustwarzen leben. Sie setzen dann eher auf industriell hergestellte Babynahrung, die zwar nicht ganz an die Muttermilch heran kommt, aber doch in den letzten Jahren immer besser geworden ist.

    Muttermilch: Unterschiede bei Milch für Jungen und Mädchen


    Interessant ist, dass die Muttermilch unterschiedlich zusammen gesetzt ist, je nachdem, ob die Mama damit einen Jungen oder ein Mädchen stillt. Mädchen erhalten zum Beispiel weniger vom sehr wertvollen Milchzucker, wohingegen Jungen einen gesunden Cocktail aus besten Nährstoffen und Fettsäuren, sowie Proteinen erhalten. Diese Zusammensetzung lässt sich nicht beeinflussen. Sie wurde von der Natur vorgegeben, um Jungen, die später nahezu unendlich viel Nachwuchs zeugen können, zu stärken. Mädchen können dagegen nur eine begrenzte Anzahl an Kindern zur Welt bringen, da eine Schwangerschaft immer eine gewisse Zeit dauert.

    Diese Erkenntnisse sind erst in den vergangenen Jahren gemacht worden und doch zeigen sie, wie unterschiedlich Mutter Natur die Geschlechter behandelt.

    Wertvolle Oligosaccharide in der Muttermilch


    Ebenfalls noch recht neu ist die Erkenntnis, dass die Oligosaccharide in der Muttermilch nicht allesamt verwertet werden. Sie gelten zwar als wichtiges Kriterium, um die Abwehrkräfte zu stärken und somit vor Allergien, Bluthochdruck und Co. zu schützen, dennoch werden nicht alle dieser Stoffe vom Körper verwertet. Einige von ihnen finden sich nahezu unverändert im Stuhl oder Urin des Nachwuchses wieder und werden somit vollständig ausgeschieden.

    Forscher haben jetzt herausgefunden, dass sie dennoch einen wichtigen Beitrag zur Gesunderhaltung des Kindes leisten. Viele Krankheitserreger setzen sich an ganz bestimmten Zellen in der Darmschleimhaut fest. Die unverdaulichen Oligosaccharide ahmen deren Bauweise nach und nehmen so beim Weg durch den kindlichen Körper diese Krankheitserreger mit.

    Die Muttermilch ist besonders als Nahrung für das Bakterium Bidobacterium longum infantis wichtig. Diese Bakterien sind sehr nützlich und stellen die ersten Mikroben dar, die den Darm des Babys bevölkern. Damit werden andere Krankheitserreger abgehalten.

    Muss man immer stillen?


    Wie eingangs erwähnt, wird von vielen Seiten empfohlen, wenigstens vier bis sechs Monate lang ausschließlich zu stillen. So sollen Autoimmunerkrankungen vermieden werden können und auch die Intelligenz der Kinder soll durch das Stillen mit Muttermilch erhöht werden. Diese Erkenntnisse sind jedoch umstritten. Fakt ist lediglich, dass langes Stillen des Nachwuchses zu einer starken Bindung zwischen Mutter und Kind führt.

    Frauen, die sich beim Stillen nicht wohl fühlen, dürfen aber durchaus auf Anfangsnahrung, wie Milchpulver und Co. zurückgreifen. Zwar bietet die Muttermilch einen höheren Schutz, doch hält dieser auch nicht dauerhaft an und es gibt keine Garantie, dass gestillte Babys nicht genauso an Allergien und Co. leiden können.


    © Baby-Guru
    erstellt am: 14.06.2012


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    Beitrag "Muttermilch" erstellt und bearbeitet von Jörg

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