Stillstreik

Stillstreik: Gründe und Maßnahmen


Für viele junge Mamas ist ein Stillstreik des Kindes eine kleine Katastrophe. Gerade unerfahrene Mütter, die noch nie davon gehört haben, dass Kinder durchaus in den Stillstreik treten können, reagieren häufig traurig und verletzt, sie fühlen sich vom eigen Fleisch und Blut quasi zurück gewiesen. Dabei sind die Gründe, warum der Nachwuchs in den Stillstreik tritt vielfältig und nur in den seltensten Fällen weist das Baby seine Mutter zurück. Um den Stillstreik zu durchbrechen, sollten sich junge Mamas folgende Fragen stellen. Denn wenn die Ursache für den Stillstreik gefunden ist, lassen sich auch Maßnahmen dagegen finden.

1. Ist das Kind krank? Bei Erkältungen, Halsschmerzen, Ohrenschmerzen und Schnupfen wird das Trinken des Kindes beeinträchtigt, es kann zum Stillstreik kommen.

2. Hat das Baby eine Entzündung? Wenn wunde Stellen im Mund auftreten, fällt uns das Essen nicht leicht. Ganz ähnlich sieht es beim Baby aus, so dass der Stillstreik die Folge ist.

3. Gibt es neue Pflegeprodukte? Wenn Mamas ihre Brustwarzen mit Salben oder Cremes einschmieren, um sie geschmeidiger zu machen, verändert das den Geschmack. Auch das kann zu einem Stillstreik führen. Gleiches gilt übrigens für Hautpflegeprodukte, Waschmittel, Weichspüler, Parfums und Co., die das Baby bisher nicht kannte.

4. Gab es eine Brustentzündung oder einen Milchstau? In diesem Fall schmeckt die Milch salziger, weshalb viele Babys sie ablehnen. Am besten wird die Milch aus der Brust ausgestrichen oder abgepumpt. Nach etwa einer Woche sollte der ursprüngliche Geschmack wieder vorhanden sein, bis dahin kann das Baby seinen Hunger an der anderen Brust stillen.

5. Gab es Veränderungen in der Ernährung? Wenn Mütter plötzlich ihre Ernährung umstellen oder ein bestimmtes Nahrungsmittel in großen Mengen verzehren, wirkt sich dies auf den Geschmack der Muttermilch aus. Da das Baby diesen nicht kennt, kommt es zum Stillstreik.

6. Liegt eine Saugverwirrung vor? Wenn Babys schon häufiger die Flasche oder den Schnuller bekommen haben, dann wissen sie nicht so recht, wo und wie sie saugen sollen. Auch hier ist ein Stillstreik eine häufige Folge.

7. Ist der Milchspendereflex sehr stark? In diesem Fall sollte die Mama zunächst etwas Milch ausstreichen und das Kind dann erst anlegen.

8. Ist der Stillrhythmus fest? Ein Baby braucht feste Rituale, regelmäßiges Stillen gehört dazu. Junge Mütter sollten keinesfalls das Baby bestimmen lassen, wann es gestillt wird und wann nicht.

9. Gelingt das Stillen ohne Störungen? Störungen und Ablenkungen, sowie Unterbrechungen während des Stillens können diesen intimen Moment zwischen Mama und Kind beeinträchtigen, so dass ein Stillstreik die Folge ist. Deshalb sollten sich Frauen zum Stillen zurückziehen, sich viel Zeit für ihr Kind nehmen und ausgiebig mit ihm kuscheln. Besonders wichtig ist dabei der Kontakt von Haut zu Haut, so dass sowohl Mama, als auch Baby ausgezogen sein sollten.

10. Hat das Kind gebissen? Oftmals passiert es, dass das Baby der Mama in die Brust beißt. Vor Schreck reagiert sie vielleicht etwas zu heftig und erschreckt damit das Kind, so dass es in den Stillstreik tritt.

Stillstreik unmittelbar nach der Geburt


Eher selten kommt es direkt nach der Geburt zum Stillstreik. Hier sind meist medizinische Ursachen als Grund zu nennen, wie ein Trauma von der Geburt, wie etwa das gebrochene Schlüsselbein. Auch Verkrampfungen in den Muskeln, die sich aber nach wenigen Tagen geben dürften, können zu einem Stillstreik führen. Ebenso können plötzliche Veränderungen im Tagesablauf zum Stillstreik führen.

Was tun gegen den Stillstreik?


Wenn die oben genannten Maßnahmen nicht helfen, um den Stillstreik zu beenden, sollten verschiedene Still-Stellungen probiert werden. Auch der Beginn mit der bevorzugten Brustseite oder andersherum kann mitunter Wirkung zeigen. Wenn selbst dies nicht hilft, kann zusätzlich eine Stillberaterin oder eine Stillgruppe aufgesucht werden, die weitere Infos und Tipps geben können.


© Baby-Guru
erstellt am: 16.06.2012


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Beitrag "Stillstreik" erstellt und bearbeitet von Jörg

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