Vormilch

Die Vormilch: Viel beachtetes Phänomen


Muttermilch ist die gesündeste Ernährung für den Nachwuchs überhaupt. In diesem Zusammenhang fällt oftmals auch das Wort Vormilch. Darunter versteht man die allerersten Milcheinschüsse und diese entstehen nicht unbedingt, wie so oft angenommen, erst nach der Geburt, sondern schon während der Schwangerschaft.

Häufig kommt die Vormilch erst im letzten Schwangerschaftsdrittel zum Vorschein, es gibt jedoch auch Ausnahmen, so dass sie bereits im zweiten Schwangerschaftsdrittel auftreten kann. Genaue Aussagen, wann die Vormilch erstmals auftritt, können deshalb kaum getroffen werden.

Typische Merkmale der Vormilch


Die Vormilch weist in aller Regel eine gelbliche Farbe auf, was an den Karotinoiden liegt, die in dieser in besonders hohem Anteil zu finden sind. Sie kann aber genauso klar sein und tritt meist nur tröpfchenweise aus der Brust aus. Meist bemerken Frauen das nur durch die plötzliche Feuchtigkeit rund um den Bereich des Busens.

Wer des Öfteren den plötzlichen Milcheinschuss verspürt, sollte Stilleinlagen tragen, die die Vormilch auffangen. So kann zumindest die Kleidung geschützt werden und die werdende Mama kann sich vor allerlei Peinlichkeiten schützen.

Die Vormilch, die auch als Kolostrum bekannt ist, ist meist cremig und etwas dicker, als man es von klassischer Milch erwarten würde. Dafür ist sie zu den wichtigsten Nahrungsmitteln für Neugeborene zu zählen.

Die Vormilch nach der Geburt


Spätestens nach der Geburt, in den ersten Lebenstagen des Säuglings, tritt die Vormilch aus. Sie enthält zahllose Vitamine, Nährstoffe und sogar Antikörper, die über das Stillen des Babys in dessen Blutkreislauf übergehen. So kann das Abwehrsystem des Neugeborenen optimal gestärkt werden. Die Antikörper, die in der Vormilch enthalten sind, breiten sich über die Darmschleimhaut des Kindes aus und schützen es vor zahlreichen Erkrankungen, darunter vor der gefährlichen Blutvergiftung, der Neugeborenensepsis.

Vielfach ist der Begriff der „ersten Schutzimpfung für Neugeborene“ als Synonym für die Vormilch zu finden. Das liegt an den außergewöhnlichen und gesunden Inhaltsstoffen selbiger. Sie ist zudem mit einem geringeren Fett- und Milchzuckergehalt versehen, damit sich der Säugling zunächst an die Nahrungsaufnahme, sowie die Verdauung gewöhnen kann. Außerdem hat die Vormilch eine leicht abführende Wirkung, so dass der Säugling den ersten Stuhlgang, der auch als Mekonium bezeichnet wird, leichter absetzen kann. Somit kann zudem der Neugeborenengelbsucht vorgebeugt werden. Dies gelingt dadurch, dass der Gallenfarbstoff, der als Bilirubin bekannt ist, aus dem Darm ausgeschieden wird.

Wie lange gibt es die Vormilch?


Die Vormilch ist in den ersten Lebenstagen alleine ausreichend für das Baby. Der Milcheinschuss wird angeregt, indem das Kind an der Brust saugt und die Hormonumstellung bei der Mutter erfolgt. Allerdings müssen werdende Mamas damit rechnen, dass der Milcheinschuss in den ersten Tagen für sie recht schmerzhaft werden kann. Dass die Vormilch mitunter mit etwas Blut vermischt ist, ist durchaus üblich.

Wer unter Schmerzen leidet, kann diese mit Auflegen von kühlenden Tüchern lindern. Auch ein häufiges Anlegen des Babys kann der Mama Linderung verschaffen. Nach ca. drei bis 14 Tagen wird die Produktion der Vormilch schrittweise eingestellt. Die Konsistenz ist jetzt flüssiger und die Milch an sich erhält eine weißere Farbe. Diese Milch wird ebenso als transitorische Milch oder als Übergangsmilch bezeichnet. Sie ist im Gegensatz zur Vormilch schon bedeutend fett- und milchzuckerreicher. Dafür verliert diese Übergangsmilch an Immunstoffen und Eiweißen, da das Kind über die Vormilch mit diesen bereits seine Grundversorgung erhalten hat.


© Baby-Guru
erstellt am: 14.06.2012


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Beitrag "Vormilch" erstellt und bearbeitet von Jörg

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