Wochenbett

Was tun im Wochenbett?


Etwa sechs bis acht Wochen dauert es an – das Wochenbett. Diese Zeit nach der Geburt sollte voll und ganz der Erholung und Entspannung dienen, tut es aber sehr oft nicht. Grund dafür ist die hektische Zeit. Viele Frauen wollen bereits wenige Tage nach der Geburt wieder voll funktionstüchtig sein, sie wollen allzu früh durchstarten und übernehmen sich auf diese Weise massiv. Dabei lohnt es, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen.

Waren Frauen früher härtere Arbeit gewohnt, haben sie ihr Kind sprichwörtlich auf dem Feld bekommen, so wussten sie dennoch, dass es direkt nach der Geburt wichtig ist, sich auszuruhen. Nachbarn und Freunde brachten täglich einen Topf Suppe und verköstigten so die Wöchnerin und auch deren Familie. Noch heute könnte das so gemacht werden, wird es aber leider nicht. Deshalb ein paar Tipps, wie sich Wöchnerinnen am besten verhalten und worauf sie unbedingt achten müssen.

Bloß kein Stress


Die ersten Tage nach der Geburt sollten unbedingt dem kleinsten Familienkreis gehören. Geschwister und Eltern sind willkommen, weitere Gäste tabu. Damit auch das Telefon nicht ständig stört, kann der Anrufbeantworter mit Geburtsdatum, -gewicht und –größe des Babys besprochen werden. So wissen Anrufer, was sie wissen wollen und die Familie kann die Ruhe genießen.

Besucher kündigen sich unmittelbar nach der Geburt gerne an, um die neuen Erdenbürger kennen zu lernen. Darauf sollte verzichtet werden. Lässt sich Besuch nicht vermeiden, sollte er in die Pflicht genommen werden. Die Eltern können ihn bitten, Kuchen, Kaffee oder eine warme Mahlzeit mitzubringen. Jede Hilfe, die möglich ist, sollte jetzt angenommen werden.

Der Wochenfluss – ein heikles Thema


Im Wochenbett muss sich die Gebärmutter langsam aber sicher zurückbilden. Wenn schon mehrere Kinder bekommen wurden, spürt Frau dies oft. Man spricht von den Nachwehen, die sich bemerkbar machen, aber völlig normal sind. Beim ersten Kind sind diese kaum zu spüren.

Durch die Wunde, die bei der Geburt an der Gebärmutter entstanden ist, kommt es zum so genannten Wochenfluss. Diese Blutung ist anfangs sehr stark und kann mit Klümpchen versetzt sein. Sie dauert etwa sechs bis acht Wochen an und wird mit fortschreitender Zeit immer schwächer und heller. Wenn sie zu schnell versiegt, sollte der Arzt oder die Hebamme befragt werden, es kann hier zu einem Stau kommen, der gefährlich ist. Dieser lässt sich mit Sitzbädern und ähnlichen Mitteln jedoch beseitigen.

Außerdem wird die Gebärmutter in den ersten zehn Tagen nach der Geburt täglich kontrolliert. Sie sollte sich in dieser Zeit weitestgehend zurückbilden. Unterstützend kann man darauf einwirken, indem man sich häufig auf den Bauch legt.

Geburtsverletzungen auskurieren


Der bekannte Dammschnitt, ein Riss in der Scheide oder am Muttermund – das sind typische Verletzungen, die während der Geburt auftreten können. Dank moderner Nahtverfahren sind diese aber mit deutlich geringeren Schmerzen als früher verbunden. Dennoch kann es hin und wieder, vor allem bei bestimmten Stellungen zu Schmerzen kommen.

Beim Sitzen hilft es, sich Kühlung zu verschaffen und beim Wasserlassen können Schmerzen bekämpft werden, indem kalter Kamillentee oder eine Arnikalösung über Scheide und Damm gegossen werden.

Überforderung vermeiden


Zuhause angekommen, nutzen viele Frauen die Schlafphasen des Babys, um den Haushalt zu erledigen. Sie sollten stattdessen selbst schlafen, sonst ist eine Wochenbettdepression keine Seltenheit. Sie ist allerdings nicht mit dem Baby-Blues zu verwechseln. Er tritt etwa vier bis fünf Tage nach der Geburt auf. Frau fühlt sich hier, als könnte sie nur noch weinen. Sie ist in der Regel für zwei bis drei Tage sehr nahe am Wasser gebaut. Grund dafür sind Schlafmangel, Überforderung und die erste Zeit alleine zu Hause mit dem Baby. Sollte diese Phase länger andauern, kann eine Wochenbettdepression vorliegen, die behandelt werden sollte.


© Baby-Guru
erstellt am: 18.06.2012


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Beitrag "Wochenbett" erstellt und bearbeitet von Jörg

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