Kindergarten

Kindergarten
 

Der Eintritt in den Kindergarten bedeutet für die Kinder einen großen Schritt in Richtung Selbstständigkeit. Er bedeutet immer auch ein erstes Loslassen. Nicht nur für die Kinder, sondern genauso für die Mütter. Nicht wenige Mütter verspüren eine gewisse Wehmut, wenn sie ihr Kind plötzlich in die Obhut fremder Menschen geben müssen. Ebenfalls eine gewisse Eifersucht kann aufkommen, wenn in den Augen des Kindes plötzlich die Erzieherin alles besser weiß und kann. In dem Fall sollte die Mutter sich vor Augen halten, dass diese erste Begeisterung durchaus normal ist und nichts mit der Beziehung zum Kind zu tun hat. Viel besser ist es, mit den Erzieher/innen in Kontakt zu bleiben und mit ihnen Hand in Hand zu arbeiten, denn schließlich wollen alle nur das Beste für das Kind.

Für einen problemlosen Start in den Kindergarten kann eine behutsame Eingewöhnung in Form von so genannten Schnuppertagen für alle hilfreich sein. Nicht immer verläuft der Besuch des Kindergartens ohne Probleme. Dann gilt die Devise: besser miteinander sprechen als übereinander. Wer mit dem Personal des Kindergartens im Gespräch bleibt, kann etwaige Probleme schnell aus der Welt schaffen. Und das Kind fühlt sich sicher aufgehoben, wenn es merkt, dass alle an einem Strang ziehen.

In einem Kindergarten gelten gewisse Regeln, an die sich alle Kinder halten müssen. Auch wenn die Eltern nicht alles davon gutheißen und es zu Hause anders zugeht, sollten die Regeln des Kindergartens respektiert und mit dem Kind besprochen werden. Denn nur durch diese festen Regeln ist ein reibungsloser Ablauf möglich. Sooft die Zeit es zulässt, sollten Eltern sich im Kindergarten einbringen. Das heißt, Elternabende besuchen, Verbesserungsvorschläge machen, bei Renovierungen, Umgestaltungen und Kindergartenfesten mithelfen. Das hilft nicht nur dem Kindergarten, sondern zeigt auch dem Kind: Du und der Ort, wo du deinen Tag verbringst, sind mir wichtig.

Für die Betreuung des Kindes stehen städtische, kirchliche oder ebenso private Einrichtungen zur Verfügung. Die Kosten für einen städtischen Kindergarten sind meist günstiger, weil sie sich nach dem Einkommen der Eltern richten. Private Einrichtungen sind teurer, bieten dafür aber vielleicht flexiblere Öffnungszeiten, was vor allem für berufstätige Eltern wichtig ist. Bei der Wahl des Kindergartens spielt sicher auch das Eintrittsalter der Kinder eine Rolle, denn leider ist es immer noch so, dass viele Kindergärten erst Kinder ab drei Jahren aufnehmen.

Beitrag erstellt von Jörg