Schwangerschaft

Schwangerschaft
 

Nun ist es also „amtlich“: Ihre Frauenärztin/arzt hat Ihnen die freudige Botschaft mitgeteilt, dass es endlich (oder wieder einmal) „geklappt“ hat. (Sollten Sie diese Botschaft von Ihrem Arzt noch nicht vernommen haben und ihr Wissen allein auf einem Schwangerschaftstest aus der Apotheke beruhen, holen Sie den Arztbesuch schleunigst nach, bevor Sie sich weiter mit diesem Thema beschäftigen!) Aber vielleicht war die Botschaft gar nicht so „freudig“, vielleicht wollten Sie ja gar nicht, dass „es klappt“. Nun, sie erwarten jedenfalls ein Kind, und indem Sie diese Zeilen lesen, beginnen Sie, sich für das Kommende zu interessieren.

Fragen tauchen auf, die für jeden Einzelnen unterschiedlich wichtig sind:

  • Wie ernähre ich mich richtig? Was darf ich essen, was nicht?

  • Darf ich Medikamente nehmen und gibt es bestimmte Krankheiten, die mir und dem Ungeborenen gefährlich werden können?

  • Welchen Sport darf ich weiter betreiben?

  • Ist Sex in der Schwangerschaft erlaubt?

  • Was mache ich gegen meine morgendliche Übelkeit und andere Schwangerschaftsbeschwerden?

  • Welche Genussmittel sind erlaubt, welche verboten?


  • Es werden situationsbedingt viele Fragen sein, die sich im Laufe der neun Monate stellen. Einige – die meistgestellten – wollen wir hier beantworten; alle zu beantworten, dürfte an dieser Stelle unmöglich sein; erste Anlaufstelle für detailliertere Fragen sollte immer der Arzt und die Schwangerenvorsorge sein – weitere Adressen und Bücher werden wir Ihnen auflisten.

    Die weitaus wichtigste Regel für die Schwangerschaft wird aber leider meistens nie erwähnt – und dabei ist es die für das in Ihnen heranwachsende Leben aller-allerwichtigste, ja lebensentscheidende: SEIEN SIE GLÜCKLICH!!!

    Sie werden sagen – und das besonders die, die gar nicht glücklich über die „frohe“ Botschaft waren – „Der hat gut reden“. Zugegeben, es gibt heute leider viele widerwärtige Umstände, die einem die Freude über das Bevorstehende vermiesen können – ich erspare mir, sie hier aufzuzählen. Aber ihnen nachzugeben und unglücklich zu sein und das in Ihnen Heranwachsende vielleicht gar abzulehnen, ist ein viel viel größeres Unglück für Ihr Kind, als alles Widerwärtige zusammengenommen, das Ihnen Sorge macht. Wir wissen heute, dass – unabhängig davon, ab wann ein Gesetzgeber den sich in Ihnen entwickelnden „Zellhaufen“ als schützenswertes Leben definiert – der winzige Embryo schon in den ersten Wochen auf Reize reagiert; und die ersten und deutlichsten Reize sind die Gefühle der Mutter.

    Wie funktioniert das mit diesen Gefühlen und wie können sie auf das Ungeborene einwirken?

    Ganz kurz: Ereignisse im Leben eines Menschen bewirken Hormonausschüttungen im Körper: Sie heißen Vasopressin oder Endorphine; Ersteres wirkt Blutdruck steigernd (Schreck, Angst), das Zweite sind die entspannend wirkenden sogenannten Glückshormone. Und diese rufen die entsprechenden Gefühle hervor. Hormone sind aber auch „plazentagängig“, d. h., sie wirken auch direkt auf den Embryo ein.

    Fühlen Dr. David Chamberlain, USA schreibt dazu: „Alles deutet darauf hin, dass sich die Sinne des Babys früher entwickeln, als wir uns je vorstellen konnten, dass das Gedächtnis des Babys früher aufmerksam und aktiv ist, als wir glaubten.
    Alles, was einer Mutter passiert, passiert dem Baby, das sie in sich trägt. Das ist eine relativ neue Vorstellung, denn früher glaubte man, die Plazenta, die das Baby umgibt, sei eine Barriere, die das Baby gegen alles schütze, was da draußen in der Welt vor sich geht, beschütze, ja sogar gegen das, was in der Mutter vorgeht – dass also das Ungeborene quasi in einer isolierten Zelle heranwachse. Heute wissen wir, dass das ein schrecklicher Irrglaube war. Die Plazenta ist ganz im Gegenteil ein Übertragungsorgan …
    Daher sind die Emotionen einer schwangeren Frau sehr wichtig für die Zukunft des Menschen, des Fötus.
    Wir müssen uns mit der Tatsache abfinden, dass das, was der Mutter geschieht, auch dem Baby geschieht. Wenn etwas passiert, was die Mutter emotional aus der Fassung bringt, drücken sich diese Emotionen der Mutter natürlich in Chemie aus, in der das Baby badet. Das Baby schwimmt buchstäblich im emotionalen Schmortopf der Mutter, der die chemischen Stoffe enthält, die durch die Gefühle der Mutter aufgewühlt werden.“

    Ultraschall Der schwedische Neuroendokrinologe Prof. Dr. Peter Fedor-Freybergh beschreibt das folgendermaßen: „Das Kind trinkt mit, es raucht mit, es liebt mit und hasst mit, es vergnügt sich mit, wenn die Mutter sich freut und es leidet mit. Es empfindet die Herztöne der Mutter mit, erschrickt, wenn sie erschrickt, sorgt sich um sie, weil es ohne sie nicht leben kann, sein Leben hängt von ihr und von ihrem Leben ab.“
    Dieses im Mutterleib Heranwachsende scheint noch eine andere Fähigkeit zu haben: Es ist schon jetzt imstande, seine Erfahrungen im seinem Organismus zu speichern. Es kann sie „erinnern“ und daraus lernen. Diese Erinnerungsspuren bleiben allerdings meistens tief im Unbewussten verborgen und wirken aber meist ein Leben lang.
    Natürlich kann es noch nicht „überlegen“; alles Erleben und Lernen wird durch Gefühl hervorgerufen und Verstand und Gefühle entwickeln sich aus diesen Empfindungen.

    Die aufregende Zeit der Schwangerschaft bietet aber nicht nur viel Potential für Fragen und Sorgen, es gibt mindestens genauso zahlreiche Dinge, auf die sich die Mütter freuen können. Es macht zum Beispiel unglaublichen Spaß, das Zimmer des Babys einzurichten und alles vorzubereiten um es gebührend im Leben willkommen zu heißen. Babykleidung kann geshoppt oder auch selbst genäht, gestrickt oder bei Anbietern für T-Shirt Druck individuell bedruckt werden. Lomestar zum Beispiel bietet einen kostenlosen Layoutservice, der bei der Gestaltung der Motive, die auf Textilien gedruckt werden sollen, unterstützt. Auch kann es nötig sein, sich geeignete Paten für das Kind zu überlegen. Diese Entscheidung sollte gut überlegt sein, denn sie sollen für das Kind da sein, falls die Eltern es einmal nicht können und in der Erziehung mit gutem Rat beistehen. Einige Freundinnen der werdenden Mutter nehmen die Zeit der Schwangerschaft auch als Anlass, um eine sogenannte Babyparty zu veranstalten. In einer netten Runde werden hier Spiele gespielt oder auch gebastelt. Außerdem erhält die werdende Mutter viele nützliche Dinge für das Kind als Geschenk. Wir sehen also, dass die Schwangerschaft auch viele Freuden birgt, die sich natürlich auch auf das Kind übertragen. Sie spüren die Freude und den Spaß ihrer Mutter.

    Wir wollen Ihnen hier nicht die gesamte Entwicklung des Embryos darstellen – so unglaublich interessant es auch ist –, Literaturhinweise am Ende mögen genügen. Eines ist jedoch zu wichtig, um hier übergangen zu werden: das Gehör.
    Schon in der zweiten Woche nach der Empfängnis ist in dem „Zellhaufen“ schon ein kleiner schwarzer Punkt zu erkennen, aus dem sich bis zum fünften Monat das vollständige Ohr – also mit Hör- und Gleichgewichtssinn – als erstes Organ ausbildet. Das Kind im Mutterleib lernt sehr schnell, die Stimme der Mutter, des Vaters und anderer, mit denen es täglich „zu tun“ hat zu unterscheiden; und es lernt auch sehr schnell, den Ausdruck des Gesprochenen den zugehörigen Gefühlen zuzuordnen – also liebevolle Worte, Wut, Angstschreie, Schreck aber auch – und das ist das Phänomenale – erkennt es Musik. Ganz bestimmte Instrumente, wie die Geige, ja sogar Werke bestimmter Komponisten, wie Mozart, wirken beglückend; wichtig ist Harmonie (Rock und Pop sind nicht gefragt – im Gegenteil, sie haben den gegenteiligen Effekt), der Takt sollte dem des Herzschlags angepasst sein.
    Ist es nicht nachdenkenswert, dass ausgerechnet das Organ für die Kommunikation mit einer Vorliebe für Harmonie das erste vollständig ausgebildete Organ ist?
    Man hat heute nachgewiesen, dass Kinder, die im Mutterleib diese Zuwendung nicht erhalten haben, teils heftige Nachteile in ihrer Entwicklung erfahren.

    Also SEIEN SIE GLÜCKLICH!!!!
    Schwangerschaft Damit sind natürlich keine Friede-Freude-Eierkuchen-Gefühle gemeint –man kann nicht unbelastet von dem alltäglichen Auf und Ab, ewig strahlend durchs Leben gehen –, gemeint ist eine positive Hinwendung zu dem noch Ungeborenen.
    Und falls Ihnen die widerwärtigen Umstände das Glücklichsein vermiesen, nehmen Sie die professionelle Hilfe einer Beratungsstelle an. Ihr Kind wird es Ihnen danken und sie selbst werden die kommende Zeit als etwas Einzigartiges empfinden.

    Beitrag erstellt von Jörg