Sex in der Schwangerschaft

Natürlich ist er erlaubt, ja mehr noch: sogar wünschenswert, denken wir nur an die im Eingangsartikel erwähnten Hormonausschüttungen und deren Wirkung auch auf das Ungeborene. Durch die grundsätzliche Veränderung des Hormonhaushaltes während der Schwangerschaft verändert sich jedoch die Libido, das „Begehren“, der Frau. In welche Richtung, das ist individuell sehr unterschiedlich und hängt vom Grad der Empfindlichkeit der Geschlechtsorgane (der primären und der sekundären) der Frau ab. Diese werden stärker durchblutet: Klitoris und Schamlippen können dadurch leichter erregbar sein; es wird vermehrt Scheidensekret gebildet, wodurch die Gleitfähigkeit in der Scheide erhöht wird und auch die Brustwarzen werden empfindlicher und damit reizbarer. Das alles kann aber auch zu Überreizung bis hin zu Schmerzen führen. Offene Gespräche zwischen den Partnern sind hier angebracht.
Alle Stellungen des »Kamasutra« erproben zu wollen, dafür ist allerdings jetzt ganz sicher nicht die richtige Zeit.
Dass die Hygiene in dieser Zeit besondere Beachtung verdient, muss eigentlich nicht besonders betont werden, denn Infektionen sind immer auch ein Risiko für das Ungeborene.